Bluthochdruck-Hypertonie! Therapie

Wie kann ich den Blutdruck senken? – Therapie der arteriellen HypertonieSollten Sie nur unter einem leicht erhöhten Blutdruck  leiden, so könnte auch schon allein eine Änderung des Lebensstils Erfolg zeigen und Ihren Blutdruck auf ein normales Niveau bringen.
Die ersten notwendigen Schritte:
# Sie sollten das Rauchen gänzlich einstellen # Sie sollten Ihren Alkoholkonsum sowohl von der Menge als auch von der Häufigkeit her überdenken und ihn auf „ab und zu ein wenig“ beschränken. # bei Übergewicht sollten Sie versuchen, Ihr Gewicht auf das Normalgewicht zu reduzieren
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wenn Sie eher ein Bewegungsmuffel sind, so sollten Sie Ihrer Gesundheit zu Liebe zumindest 2-3mal wöchentlich etwas Sport machen und außerdem versuchen, etwas mehr Bewegung in Ihren Alltag einzubauen.
Geeignet sind Sportarten wie Walken, langsames Joggen, Schwimmen oder ähnliches. Zu meiden dagegen sind Sportarten wie etwa Gewichtheben, bei denen eine große Kraftanstrengung nötig ist. # außerdem sollten Sie an eine Ernährungsumstellung denken, den Kochsalzkonsum reduzieren und mehr Obst und Gemüse zu sich nehmen.

Das beruhigende Meer

Die medikamentöse Therapie bei Bluthochdruck findet dann Anwendung, wenn alle anderen Maßnahmen, wie Gewichtsreduktion, Bewegung, Ernährungsumstellung, etc. nicht fruchten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Therapie für Sie die richtige ist. Anwendung finden hier:

*ß-Blocker
*Diuretika (das sind entwässernde Medikamente)

*Kalziumantagonisten - AT1-Rezeptor-Antagonisten
*ACE-Hemmer

Außerdem wird in besonders komplizierten Fällen auch eine Kombinationstherapie aus verschiedenen oben genannten Arzneimitteln angewandt.

Sehr wichtig ist, dass diese medikamentöse Therapie engmaschig überwacht wird, die Dosis entsprechend angepasst wird und der Blutdruck weiterhin auch selbst zu Hause kontrolliert wird.

Bluthochdruck bei Kindern!

Eine Hypertonie bei Kindern unter zehn Jahren ist meist organisch bedingt. Häufigste Ursache ist eine Nierenerkrankung. Auch endokrine Störungen wie Phäochromozytom, Hyperthyreose und Cushing-Syndrom sowie Erkrankungen des Nervensystems wie Hirntumor oder Enzephalitis können zu einem sekundären Hochdruck führen.

 

Während die sekundäre Hypertonie – wenigstens teilweise – durch die Behandlung des Grundleidens und damit kausal behandelt werden kann, ist dies bei der essenziellen Hypertonie nicht der Fall. Bei Jugendlichen ist der Bluthochdruck in 85 bis 95 Prozent aller Fälle essenziell. Wichtige Risikofaktoren sind eine familiäre Hypertonie und ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI: Körpergewicht in kg/Körperlänge in m2). Auch Schlafstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe erhöhen möglicherweise das Risiko, einen essenziellen Hochdruck zu entwickeln (13). Daher wird der Arzt bei der Anamnese auch nach Schlafproblemen wie Einschlafschwierigkeiten, Aufwachen während der Nacht, Schnarchen oder ausgeprägter Müdigkeit während des Tages fragen (9).

Eine nicht-medikamentöse Therapie ist immer hilfreich. Mitunter kann sie den Blutdruck schon normalisieren. Dies ist vor allem bei grenzwertigem Hochdruck (90. bis 95. Perzentile) der Fall. Wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen Übergewicht reduzieren. Kann ein übergewichtiges Kind seinen BMI um 10 Prozent reduzieren, sinkt sein Blutdruck in der Regel um 8 bis 12 mmHg. »Und das reicht häufig schon aus«, so Dalla Pozza.

 

Aber auch dann, wenn man die arterielle Hypertonie damit nicht ausreichend korrigieren kann, ist die Gewichtsreduktion gut für den Körper. Vorteilhaft ist auch regelmäßiger Sport. »Ein Ausdauertraining von einer halben Stunde pro Tag verringert den Blutdruck um etwa 4 bis 9 mmHg«, erklärt Dalla Pozza. Oft habe er beobachten müssen, dass sich die Eltern eines erkrankten Kindes überfürsorglich verhalten. Teilweise verbieten sie ihrem Kind sogar Sport, weil sie befürchten, dass dabei der Blutdruck ansteigt. Daher ist Aufklärung wichtig: Die Eltern müssen wissen, dass Sport sich günstig auf die Blutdruckerkrankung auswirkt. Insbesondere Ausdauersportarten wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren sind empfehlenswert.

 

Die Ernährung sollte salz- und fettarm sein (13). So empfiehlt das amerikanische NHBPEP (National High Blood Pressure Education Program Working Group on High Blood Pressure in Children and Adolescents) eine Reduktion der Natriumaufnahme: Die tägliche Natriumzufuhr sollte 1200 mg nicht überschreiten (9).

 

Und dann ist Geduld gefragt. Man sollte mindestens sechs Monate warten und schauen, ob diese Maßnahmen ausreichend wirksam sind, sagt Dalla Pozza. Bei einer Prähypertonie ohne zusätzliche Risikofaktoren könne man sich meist auf die nicht-medikamentösen Maßnahmen beschränken und auf Medikamente verzichten.  

ACE-Hemmer sind Mittel der ersten Wahl bei Kindern, sagt Dalla Pozza. Allerdings sind die meisten Antihypertensiva für Kinder nicht zugelassen. Dies gilt auch für ACE-Hemmer: Nur Captopril ist für Kleinkinder zugelassen, Enalapril für Kinder ab sechs Jahren (oder 20 kg Gewicht). Häufig kommen aber auch andere Wirkstoffe wie Ramipril zum Einsatz. Captopril hat nur eine kurze Wirkdauer und muss dreimal täglich eingenommen werden, Enalapril hingegen ein- bis zweimal pro Tag und Ramipril nur einmal täglich. Die Einmalgabe erhöht die Patientencompliance deutlich, erklärt Dalla Pozza.

 

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Jüngere Kinder bis zum 10. Lebensjahr sollten stationär eingestellt werden, da die Einstellung mit Gefahren verbunden ist. Manchmal kommt es zu überschießenden Reaktionen und starkem Blutdruckabfall. Daher sollte mit einer möglichst niedrigen Dosis begonnen und diese langsam gesteigert werden.

 

Unter ACE-Hemmern kann es zu Reizhusten, allergischen Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall kommen. Selten sind akutes Nierenversagen, angioneurotisches Ödem oder Leukopenien. Um eine Störung der Nierenfunktion auszuschließen, werden nach einer Woche Therapie die Elektrolyte und Kreatinin im Serum bestimmt. »Bei schweren Nebenwirkungen sollten Angiotensin-1-Rezeptorenblocker wie Losartan oder Irbesartan gegeben werden«, empfiehlt Dalla Pozza. Reizhusten und Angioödem treten bei diesen Medikamenten seltener auf. Es gibt jedoch keinen AT1-Rezeptorblocker, der für Kinder zugelassen ist; alle werden Off-Label eingesetzt.

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