Bandscheibenvorfall! Vorbeugen oder Therapie?

ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal – den Raum, in dem das Rückenmark liegt – vortreten. Im Gegensatz zur Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung) wird beim Prolaps der Faserknorpelring der Bandscheibe (Anulus fibrosus) ganz oder teilweise durchgerissen, während das hintere Längsband intakt bleiben kann (so genannter subligamentärer Bandscheibenvorfall).

Die Ursache ist oft eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben, ein Bandscheibenvorfall kann aber auch ohne äußeren Anlass auftreten. Symptome des Bandscheibenvorfalls sind starke, häufig in die Extremitäten ausstrahlende Schmerzen, oft mit einem Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nervenwurzel, gelegentlich auch Lähmungserscheinungen. Eine Behandlung ist in den meisten Fällen konservativ möglich, schwere Vorfälle müssen operativ behandelt werden.



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Vorbeugen!
Um nicht in den Kreis der "Bandscheibengeschädigten"aufgenommen zu werden, soltten Sie Ihrem Nachwuchs und auch sich selber einige Übungen und Verhaltensweisen bewusst anerziehen.
Als da wären; Zum Heben von Kisten oder sonstigen Dingen bitte immer in die Knie und gleichmäßig aus der Hocke anheben. Dann eine regelmäßige, am besten ein von einem Physiotherapeuthen oder Krankengymnasten erstellten Trainingsplan, Rückenschulung praktizieren. Ihr Rücken wird es Ihnen im Alter danken. Gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport unterstützen den Aufbau der  Rückenmuskeln zusätzlich.
Unter Krankengymnastik finden Sie weitere spezielle Übungen aus der Wirbelsäulengymnastik

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Rückenübungen zur Rückenstärkung!
Einfache Übungen wie Liegestütze, Rumpfvorbeuge und Rückenstrecker können faßt immer und überall ausgeführt werden. Zur Stärkung der Rückenmuskulatur streckt man beide Arme aus und lässt sie in verschiedene Richtungen kreisen.  Man kann auch Figuren, Zahlen oder Buchstaben mit dem ausgestreckten Arm in die Luft schreiben. Hiervon profitiert am meisten der Schulterbereich.
Die Liegestütze, mit angespanntem Po, Rücken und Oberschenkel, stärken nicht nur die Arme, sondern auch den Rücken.
Die altbekannte Rumpfvorbeuge stärkt aus der Rückenlage die Bauchmuskulatur und aus der Bauchlage den Rücken. Mit verschränkten Hände im Genick  wird der Kopf samt Schultergürtel angehoben.
Beim Rückenstrecker werden gleichzeitig der rechte Arm und das linke Bein gestreckt ( sowie umgekehrt), so das Po.und-Rückenmuskeln gefordert werden. Das gleich geht auch im Liegen, indem man rechten Arm und linkes ein für Sekunden gleichzeitig anhebt.
Sehr gut eignet sich auch der "Wandsetzer" oder "Bodenlieger". Wir sitzen mit dem Po und dem Rücken an der Wand, Beine gerade gestreckt, und versuchen gleichzeitig beide Hände ebenfalls an die Wand zu bekommen. Im Liegen auf gleiche Weise.
Für Wasserraten gilt diese Übung zu den Favoriten. Armen ausgestreckt aufs Wasser  legen und kräftig strampeln. Po und Füße bilden eine Linie mit der Wasseroberfläche der Rücken wird ganz bewusst gestreckt . Der  entstehende Schub wird mit den Armen, der Schultermuskulatur und der Rückenmuskulatur absorbiert.



Yoga bietet auch einige spezielle Übungen zur Rückenstärkung an.
Hier erwähnt bleiben sollen einige für nach dem Bandscheibenvorfall im unteren Rücken.
  1. Tiefenentspannung:Kissen oder Decke unter Oberschenkel oder Knie     und Körperteile anspannen und locker lassen.
  2. Kapalabati:Schneidersitz, Rücken gerade ausatmen,anhalten und   einatmen
  3. Fisch:im Liegen Hände unter den Po, Brust anheben 45 Sekunden
  4. Spagat:Im Liegen, Bein strecken,Rücken auf dem Boden, mit beiden Händen ans Bein fassen und Fuß flexen
  5. Dreieck: Gespreitzte Beine im Stehen, Füße ca. 1m auseinander und        mal nach Rechts und Links über die Hüfte strecken. 


  6. weitere Yogaübungen beim Yogalehrer Ihres Vertrauens oder hier 

    Nach einem Bandscheibenvorfall kann man in der Regel wieder Sport treiben. Wann und wie intensiv, hängt von der Sportart und der Art des Bandscheibenvorfalls ab. Nach drei Wochen kann man bereits wieder Schwimmen und Radfahren (in Absprache mit dem Arzt). "Langlauf ohne Ski" auch Nordic Walking genannt, beansprucht bei richtiger Ausführungca. 600 Muskeln unseres Körpers. Bei einer Stunde Nordic Walking verbrauchen wir rund 400 Kilokalorien. Diese gelenkschonenende Sportart führt zu mehr Ausdauer,Koordination, Kraft und Beweglichkeit.


Unsere Bandscheibe




Zunehmend mehr Bandscheibenprobleme bei Kletterern und Fußballern!



Schon im alltäglichen Bereich leisten die Bandscheiben Schwerstarbeit - ohne, dass wir es bemerken. Dass wir aufrecht gehen können, dass wir Lasten heben können, dass wir unseren Oberkörper drehen und beugen können ist Leistung der Wirbelsäule. Die Bandscheiben selber wirken als Stoßdämpfer unseres Rückrats und bei jedem Schritt, den wir tun, federn sie das Körpergewicht ab. Es ist vielen nicht bewußt, dass die Bandscheiben auch bei einfachen Tätigkeiten, wie Sitzen usw., einer hohen Druckbelastung standhalten müssen. Im allgemeinen kommen unsere Bandscheiben mit der Belastung sehr gut zurecht, jedoch werfen Haltungsfehler, Bewegungsfehler und allgemein falsche Belastungen die Puffer aus der Bahn. Ein Bandscheibenvorfall kann sich anbahnen.

Zunehmend mehr Kletterer klagen über Probleme mit dem Rücken, bzw. mit den Bandscheiben. Eine Ursache hierfür liegt sicherlich an den neuen Trainingsmöglichkeiten, den künstlichen Kletteranlagen. Diese sind so konzipiert, dass viele Überhänge und Dächer nicht nur für die Profis, sondern auch für Mittelclass-Kletterer zu bewältigen sind. Das Klettern von Überhängen hat seinen Reiz und macht Spaß; leider haben sie jedoch den Nachteil: sie können Gift für den Rücken sein. Zum einen wird zu schnell und früh im steilen Gelände geklettert, Muskeln und Sehnen haben sich noch nicht an die harte Belastung angepaßt, zum anderen wird der Rücken durch z.B. den "Ägypter" (Eindrehbewegung) geradezu abartig verdreht.

Was leistet unsere Wirbelsäule und was sind Bandscheiben?



Die Stützfunktion übernimmt der Wirbelkörper. Dieser ist außen durch harte Knochensubstanz begrenzt und innen mit leichten Schwammknochen gefüllt. Die Bewegungsfunktion übernehmen hingegen die kleinen Zwischenwirbelgelenke, die durch die Fortsätze des Wirbelbogens am Wirbelkörper befestigt sind. AlleWirbelbögen zusammen bilden den Wirbelkanal. Dieser schützt das Rückenmark vor Verletzungen. Im Wirbelbogen selbst treten dicke Nervenwurzeln aus, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Bandscheiben befinden. Diese Nerven sind dafür verantwortlich, dass Impulse vom Körper zum Gehirn und umgekehrt transportiert werden.

Um die Belastungen abzufangen, die bei Bewegung und starken Kräften den Rücken belasten, sind die Bandscheiben als Puffer tätig. Ansonsten würden die Wirbel schließlich ständig aufeinander drücken. Die verformbaren Bandscheiben dämpfen also jegliche Erschütterungen und Krafteinflüsse und tragen zur Beweglichkeit des gesamten Rückgrats bei, indem sie als Abstandhalter Drehungen und Beugungen der Wirbel gegeneinander ermöglichen.

Die Bandscheibe selber besteht aus einem stabilen äußeren Faserring und dem Gallertkern, einem weichen flüssigkeitshaltigen Mittelteil. Belastungen jeder Art pressen die Flüssigkeit aus der Scheibe. Im Laufe eines Tages verliert sie daher sowohl an Flüssigkeit als auch Höhe. Ihr alle kennt ja den Satz: "Abends wird man kleiner", und es verhält sich tatsächlich so. Während der nächtlichen Ruhephase saugt sie sich erneut mit Flüssigkeit voll.

Im Alter verliert der Gallertkern zunehmend seine Elastizität. Er verliert Flüssigkeit, wird spröde und hält Belastungen nicht mehr so gut aus. Wirken nun zusätzlich noch Haltungsfehler, Fehlbelastungen und falsche Bewegungen auf die Bandscheibe ein, dann verschleißt sie zunehmend, Risse und Spalten bilden sich zunehmend und erste Rückenbeschwerden machen sich bemerkbar. Nächste Konsequenz ist, dass die Bandscheibe an Elastizität und Funktionalität verliert, wodurch sich u.a. der Gallertkern verrutschen und nach außen vorwölben kann. Wölbt sich besagter Gallertkern aus der Bandscheibe hinaus, ist er jedoch noch vom Bindegewebe des Faserringes umgeben, so handelt es sich um eine Bandscheibenvorwölbung. Der Gallertkern kann aber aufgrund brüchiger Faserringe den Ring auch ganz durchbrechen und austreten. In diesem Moment handelt es sich dann um den klassischen Bandscheibenvorfall. Letzte Ursache ist dann oft nur eine falsche Bewegung.

Nicht immer aber haben Rückenschmerzen etwas mit den Bandscheiben zu tun. Die Anzahl möglicher Ursachen ist vielfältig, wodurch es für den Arzt immer nicht leicht zu diagnostizieren ist. Rückenschmerzen könne auch oft durch Magen-Darm-Probleme hervorgerufen werden. Aber auch Nieren-Erkrankungen und sogar Zahnschmerzen können die Ursache sein. Eine Zahnbehandlung wirkt daher manchmal Wunder und man ist mit einem Schlag von den Schmerzen befreit.

Muskelschwäche, sitzende Tätigkeiten, Haltungsfehler und Bewegungsmangel strapazieren die Bänder am Rücken, die Muskelansätze und Gelenkkapseln.

Interesanterweise wurde nun festgestellt, dass 3/4 aller Fälle mit Rückenschmerzen sowohl muskuläre wie auch psychische Ursachen haben. Anspannung allgemein im Leben, beruflich oder privat, bedingen Verspannungen und Muskelverhärtungen. Wichtig ist hier also selber mögliche Stressfaktoren zu erkennen und an der Lösung zu arbeiten, bzw. sie zu reduzieren.

Jugendfußball im Kreis Uelzen. Erinnerungen aus 2009 /2011 / 2011



Wie bemerkt man die Vorstufe eines Vorfalls, bzw. den Bandscheibenvorfall?



Schon ab einem Alter von 20 Jahren treten die ersten Abnutzungserscheinungen an den Bandscheiben auf.

Nahezu immer entsteht ein Bandscheibenvorfall an der unteren Lendenwirbelsäule, die mechanische Belastung ist hier am stärksten. Die Halswirbelsäule ist seltener betroffen und noch rarer die Brustwirbelsäule. Wer eine schlechte Körperhaltung hat (bei Kletterern oft der Fall) belastet die Bandscheiben dauerhaft. Aber auch Übergewicht, falsches Heben und Tragen begünstigen die Abnutzung.

Meist entwickeln sich die Beschwerden erst nach und nach, so dass man anfangs gar nicht an ein Bandscheibenproblem denkt und es als Rückenschmerzen abtut.

Typische Symptome für einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich können sein:

  • Schmerzen im unteren Rücken, auch schon bei leichten Bewegungen, beim Sitzen, beim Bücken usw. Der Betroffene bewegt sich in einer typischen Schonhaltung. Meist strahlen die Schmerzen bis ins Gesäß oder in das Bein aus. Bei Husten und Wasserlassen verstärkt sich der Schmerz.
  • Die Muskulatur an der Wirbelsäule ist verspannt.
  • Die Bewegungsmöglichkeit stark eingeschränkt.

Desweiteren können noch heftigere Anzeichen auftreten, z.B.:

  • dass in den Beinen Gefühlsstörungen und sogar Lähmungserscheinungen vorhanden sind.
  • Ebenso kann in schlimmen, wenn auch selteneren Fällen die Kontrolle über Darm und Harn verloren gehen. Hier muß sofort ein Arzt, bzw. Krankenhaus aufgesucht werden.

Übrigens: Der Bandscheibenvorfall an sich tut nicht weh, da die Bandscheiben keine Nervenanbindung haben. Allerdings können aufgrund der Nähe von Bandscheibe und Nervenwurzeln, die aus dem Rückenmark austretenden Nervenleiter gereizt, teils sogar gequetscht werden. Dies verursacht dann die heftigen Schmerzen.



Wie kann der Arzt einen Vorfall feststellen?



Der Arzt wird nach der körperlichen Untersuchung und einer Reflexprüfung die Wirbelsäule, bzw. Lendenwirbel röntgen. Dadurch kann er knöcherne Veränderungen und Fehlhaltungen erkennen. Den Bandscheibenvorfall an sich kann man via Röntgen nicht sehen. Ein modernes, wenn auch sehr teures Diagnoseverfahren sind die Kernspintomographie (NMR) oder Computertomographie (CT).


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Steht als Ziel gleich eine Operation an oder gibt es andere Methoden?



Hängt von der Intensität und der Dauerghaftigkeit der Beschwerden ab. Auch bei Lähmungserscheinungen wird man sofort auf die operative Methode zukommen. Im allgemeinen läßt sich ein Bandscheibenvorfall aber konservativ behandeln. In der Regel wird der Arzt erstmals versuchen, den Druck, den das Bandscheibengewebe auf das umliegende Gewebe ausübt zu reduzieren. Die Entzündung und die Schmerzen müssen gehemmt werden. Dies geschieht durch geeignete, entzündungshemmende Medikamente, absolute körperliche Schonung, sprich Bettruhe und Anwendung von Wärme oder Kälte. Durch Wärme und Bäder (z.B. Heublumen) entspannt sich die durch den Schmerz verkrampfte Muskulatur, was ja wiederum den Schmerz verstärkte. Eine weitere Entspannungstechnik wie auch Druckentlastung der Bandscheibe ist die sogenannte Stufenlagerung: Man legt sich hierzu auf den Rücken und legt die Unterschenkel im angewinkeltem Status auf eine Erhöhung (z.B. mehrere Kissen...). Das entspannt die Sehnen der Streckmuskulatur am Oberschenkel,wie auch die Beugemuskulatur.

"Diclofenac" oder vergleichbare Medikamente wirken entzündungshemmend, aber auch Lokalanasthätika (betäubende Injektionen, die an die Nervenwurzeln gespritzt werden) haben sich sehr bewährt. Durch die Injektion schmerzstillender und entzündungshemmender Medikamente wird die Schmerzweiterleitung der gereizten Nerven oder Nervenwurzeln blockiert, was sofortige Besserung verspricht. Sanfte Therapie- und Besserungsmöglichkeiten werden unten aufgelistet.

Eine "Heilung" vollzieht sich folgendermaßen:

  • Das vorgewölbte Gewebe löst sich von der Bandscheibe ab und wird zunehmend abgebaut
  • Die Bandscheibe zieht sich an ihren ursprünglichen Platz zurück.


Therapiemöglichkeiten bei allgemeinen Rückenschmerzen & Bandscheibenvorfällen:



Sanfte Therapien

  • Wärme - oder Kältebehandlung: Im frühen, schmerzhaftem Stadium stellen die meisten fest, dass ihnen Kälteanwendungen helfen. Hierzu nehmt Ihr mehrmals täglich eine Eispackung, in ein Tuch eingewickelt, und legt es ca. 15 Minuten auf die schmerzende Region. Wenn Ihr eher das Gefühl habt, dass Euch Wärme Linderung verschafft, nehmt Wärmepackungen, z.B. eine Wärmflasche her. Diese Anwendung kann man wirklich je nach eigenem Empfinden handhaben, sie haben beide das Ziel die Schmerzen zu reduzieren, die Durchblutung an der betroffenen Region zu steigern und die Muskulatur zu entspannnen. Eine Behandlung mit wärmenden Rotlicht wirkt ebenso schmerzlindernd.
  • Stufenlagerung und Bettruhe: Legt Euch ins Bett und winkelt wie oben beschrieben im 90 ° Winkel die Beine an. Die Lendenwirbelsäule wird hierbei entlastet. Den Körper allgemein schonen, keinen Sport treiben.Bei einem akuten Vorfall oder auch allgemein bei starken Rückenschmerzen ist mehrtägige Bettruhe sehr hilfreich. Zu lange schonen wird dann jedoch wieder problematisch, da die Muskeln schwächer werden, was wiederum aufgrund reduzierter Belastbarkeit die Rückenschmerzen begünstigen kann.
  • Massagen: Durch gezielte Druckausübung kann der Masseur, wenn die akuten Symptome abgeklungen sind, die Muskulatur weiter entspannen und die Durchblutung fördern. Massagen sind jedoch pure Symptombehandlung, ein rein passives Verfahren. Der Patient baut keine unterstützenden Muskeln auf. Dadurch können auf Dauer keine Rückenproblemen beseitigt werden. Die Massage dient jedoch hervorragend als Begleittherapie neben der Krankengymnastik.
  • Krankengymnastik: Krankengymnastik, auch Physiotherapie genannt, ist das A und O bei Rückenleiden. Wer auf Dauer wirklich gegen seine Schmerzen und Beschwerden vorgehen will, kann sich dem Trainingsprogramm nicht entziehen. Spezielle Übungen helfen Verspannungen zu lösen, Haltungsfehler zu korrigieren und allgemein die Muskulatur zu kräftigen. Wichtig ist, dass die Übungen zu Hause wirklich regelmäßig fortgesetzt werd
  • Elektrotherapie: Die Stromanwendung ( auch TENS genannt: transdermale elektrische Nervenstimulation) ist ebenfalls gut geeignet um Schmerzen zu lindern, die Durchblutung anzuregen und die Muskulatur zu entkrampfen. Zwar kann sie nicht die eigentliche Erkrankung heilen, Symptome jedoch lindern. Die TENS eignet sich auch zur Selbstbehandlung. Mit einem kleinen batteriebtriebenen Gerät, das man von manchen Praxen mit nach Hause kriegt, bzw. es sich kaufen kann, werden Reizstromimpulse (niedrige Stromstärke) über Elektroden an die Haut abgegeben. Diese Elektroden werden über der schmerzhaften Region angelegt. Dies ist mehrmals täglich zu empfehlen. Wer jedoch an Diabetes leidet oder gar einen Herzschrittmacher hat, muß auf die TENS verzichten. Ebenso kann es sein, dass man auf die Elektroden oder auf das Kontaktgel allergisch reagiert.
  • Medikamentöse Therapie: Der Arzt verordnet antirheumatische Medikamente. Diese hemmen die Entzündung, wirken abschwellend und lindern den Schmerz. Weitere muskelentspannende Arzneimittel helfen die verhärtete Muskulatur zu lockern.
  • Akupunktur: In China ist der Einsatz von Akupunktur ein alter Hut. Seit Ewigkeiten setzen sie die Methode ein, um Krankheiten zu heilen und Schmerzen zu lindern. Der Körper wird von Energiebahnen durchzogen. Durch diese Bahnen fließen Körper- und Lebensenergien. Schmerzen und Krankheiten entstehen, laut chinesischer Medizin, wenn der Energiefluss gestört ist. Setzt man nun an bestimmten Punkten spezielle Nadeln, soll sich der Energiefluß wieder ins Gleichgewicht bringen. Körperliche Symptome und Schmerzen verschwinden. Gerade im Rückenbereich und Kopfregion hat sich die Akupunktur bewähren können. Inzwischen werden diese Anwendungen auch von den Krankenkassen übernommen.
  • Homöopathie: Die Idee des homöopathischen Verfahrenserfahrens ist folgende: Ein Stoff, der für den Körper unverdünnt schädlich wäre, wird mit Wasser verdünnt (sehr stark). Durch diese neue Konzentration zeigt der Stoff nun eine umgekehrte Wirkung, er heilt. Klingt vielleicht verwunderlich, kann aber helfen. Achtung: Manche Homöopathen "verbieten" während der Behandlung ihren Patienten gewisse Genusstoffe zu sich zu nehmen, darunter Koffein, Tee, aber auch bestimmte Nahrungsmittel.
  • Fußreflexzonenmassage: An der Fußsohle sind entsprechende Zonen (Flächen) bestimmten Organen und Körperteilen zugeordnet. Das Massieren spezieller Zonen, z.B. für den Rücken, soll positiven Einfluß auf die verschiedenen Organe und Regionen haben. Meist wenden Heilpraktiker das Verfahren an, und nicht immer übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Also erst mal nachfragen.


Was kann man vorbeugend gegen Bandscheiben- und Rückenbeschwerden tun?



Im Groben kann man erstmal aufzählen:

  • Erlerne richtiges, rückenschonendes Heben. Eine Last darf nie mit gestreckten Beinen und gekrümmtem Rücken vom Boden aufgehoben werden, sondern die Füße müssen so nahe wie möglich an die Last gebracht werden. Zum Hochheben der Last muß man in die Hocke gehen, und diese dann aus den Knien heraus anheben. Gleiches gilt natürlich für das Absetzen.
  • Lerne richtig zu stehen, eine richtige Haltung
  • Mache Rückengymnastik, Wirbelsäulengymnastik und vor allem vor und nach dem Sport Dehnübungen
  • Erlerne eine ergonomische Sitzhaltung
  • Vermeide übermäßige Belastungen. Einseitige Belastungen sollten vermieden werden. Lasten, wann immer es geht müssen auf beide Arme verteilt werden.

Im Einzelnen eignet sich zur Prävention und Selbsthilfe:

Yoga:
Yoga ist eine Mischung aus Entspannung und Anspannung, gemixt mit körperlichen Übungen. Der leicht medidative Aspekt entspannt Körper wie Geist.. Daneben wird der Körper durch kräftigende Übungen trainiert. Yoga kann man sehr gut zur Ergänzung der physiotherapeutischen Übungen machen, bzw. einfließen lassen.

Büro- und Sitzausstattung::
Wer viel sitzen muß, sei es im Büro oder im Auto, kriegt schneller Rückenprobleme. Man kann jedoch auch hier präventiv gut ansetzen: Z.B. durch die richtige Höheneinstellung des Stuhls: die Beine müssen dabei fest auf dem Boden stehen, die Kniegelenke im rechten Winkel. Durch diese Einstellung sitzt man aufrecht und es wird viel Druck von der Wirbelsäule genommen. Bewährt hat sich auch ein Kissen, dass auf den Stuhl gelegt wird. Das Becken wird hierdurch in die richtige Stellung verlagert, was ebenfalls die Wirbelsäule entspannt. Desweiteren sollte man sich einen Drehstuhl zulegen, um unnötige Drehungen aus der Wirbelsäule heraus zu vermeiden. Aber auch der Schreibtisch sollte so sein, dass er so hoch ist wie die Ellenbogen. Das garantiert, dass die Schultern bei der Arbeit entspannt hängen.

Richtiges Liegen und Schlafen:
Die Wirbelsäule muß auch im Schlafen einiges aushalten und sollte daher gut versorgt sein. auch im Schlaf gut versorgt sein. Auf jeden Fall sollte sie sich im Schlafen gerade ausrichten können und sich nicht knicken. A und O ist auch die richtige Ausstattung, und man sollte hier finanziell nicht sparen. Eine guter Bettrost und Matratze machen sich bezahlt. Sie dürfen auf gar keinen Fall zu weich sein. Manche umgehen das Problem und legen ein Brett unter die Matratze. Sehr entlastend für die Wirbelsäule ist auch, wenn man sich ein Kissen zwischen die Knie klemmt - beim Seitwärtsliegen. Ebenso sinnvoll ist es bei allgemeiner Seitwärtslage. sich ein Kissen in die Taille zu schieben.

Ernährung ist wichtig:
Empfohlene Nahrungsmittel sind z.B. Milchprodukte, viel Gemüse und Obst. Die Versorgung mit Vitamin D und Calcium sind wichtig für Knochen, und daher auch für die Wirbelsäule. Desweiteren ist Magnesium ein wichtiger Lieferant, um Verkrampfungen zu lösen und Muskeln zu entspannen. Gibt es in der Apotheke auch als Brause oder Tabletten. Wer zuviel Gewicht hat, muß es natürlich reduzieren, da zuviel Eigengewicht die Wirbelsäule ganz schön unter Druck setzt.

Think positive:
Wußtet Ihr, dass es ein Schmerzgedächtnis gibt, und dass sich der Körper Schmerzen merkt? Schmerzen können "gelernt" werden. Damit ist nicht gesagt, dass sie nicht wirklich vorhanden sind, es bedeutet, dass eine innere Anspannung, eine Konzentration auf die Beschwerden und eine Erwartungshaltung Schmerzen verstärken und sogar hervorrufen kann. Wer innerlich stark angespannt ist, bzw. verkrampft (Berufsstress, Stress in der Partnerschaft usw.), bei dem verspannen sich die Muskeln zusätzlich. Entspannungsübungen wie Yoga und autogenes Training können hier helfen.

Übungen für zu Hause:
30 Minuten täglich Zeit für Rückengymnastik wären genial, z.B. Übungen wie:

  • Auf den Rücken legen und die Lendenwirbelsäule durch Anspannung der Bauchmuskeln auf den Boden drücken; das Becken vom Boden wegheben, bis der Oberschenkel und der Rumpf eine Linie bilden. Diese Stellung sollte einige Sekunden gehalten und paar Mal wiederholt werden.
  • Auf den Rücken legen und genauso vom Boden wegdrücken wie oben. Diesmal aber die Beine im Wechsel ausstrecken. Aufpassen, dass das Becken nicht einseitig kippt. Diese Übung ist etwas anstrengender als oben.
  • In der Bauchlage gehen und den Oberkörper aufrichten. Die Ellbogen müssen sich unter den Schultergelenken befinden. Nun die Füße aufstellen, und mittels Körperspannung der Bauch- und Rückenmuskeln zur Stabilisierung der Lendenwirbelsäule in den Stütz hochdrücken. Oberkörper, Gesäß und Beine müssen hierbei eine Linie bilden.
  • Nun zur Steigerung die eben genannte Übung nochmal, diesmal aber die Beine im Wechsel anheben.

Sport

Bewegung ist für die Bandscheibe lebensnotwendig. Die Bandscheibe bezieht ihre Nährstoffe aus der Gewebeflüssigkeit und wird nicht von Blutgefäßen versorgt. Jede Bewegung, die Ihr tätigt, drückt die Bandscheibe zusammen. Die Folge ist, dass Gewebsflüssigkeit austritt. Nach diesem Vorgang ist die Bandscheibe wieder entlastet, sie saugt sich erneut mit Flüssigkeit inklusive neuer Nährstoffe voll. Je mehr gesunder Bewegung (also kein Hardcoretraining), desto mehr helft Ihr Eurem Rücken. Das gilt natürlich nur bei bandscheibenfreundlichen Sportarten - siehe nächster Punkt



Welcher Sport ist gut für den Rücken?



Bandscheibenfreundliche Sportarten sind unter anderem:



  • Walking (schnelles Gehen)
  • Joggen (abernur mit richtigen Schuhen, richtiger Lauftechnik und weichem Boden - sonst Gift).
  • Schwimmen - vor allem Rückenschwimmen, Brustschwimmen ist weniger geeignet, da die Halswirbelsäule überstreckt wird und es zu einer Hohlkreuzbildung kommt.
  • Langlauf.
  • Radfahren.
  • Wandern.
  • Tanzen
  • Rückengymnastik und allgemeine Gymnastik
  • Klettern im mittleren Bereich, bzw. ohne starke Überhänge


Sportarten, bei denen eine gezielte Kräftigung der Rückenmuskulatur im Vordergrund steht, bietet der Wirbelsäule Halt und Stabilität. Leider trifft das nicht auf alle Sportarten zu, manche sind geradezu gefährlich bei Rückenbeschwerden. Fitnesstraining ist gut, wenn es unter fachgerechter Anleitung gechieht und ein gezieltes Trainingsprogramm für die Rumpfmuskulatur aufweist.



Bandscheibenunfreundliche Sportarten sind unter anderem:



  • Reiten kann den Rücken belasten, hängt jedoch davon ab, wie gut die eigenen Rückenmuskeln sind.
  • Joggen auf Asphalt, Joggen mit schlechten Schuhen, schlechte Lauftechnik
  • Tennis
  • Hochsprung
  • Speerwerfen
  • Klettern in stark überhängendem Gelände, bzw. Dächer, vor allem, wenn die Rückenmuskulatur auf die Belastung nicht richtig vorbereitet wurde.


Weiterführende Links



Interessante Infos über die Bandscheiben & Probleme

Bandscheibenprobleme von Chiropraktik

Bücherauflistung zum Thema Bandscheiben

Übungen für die Bandscheiben

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